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Stöberkinder auf Einbrecher-Jagd

ST-Mädels wollen es wissen: Wie werden Haare gefärbt? Welche ist Herscheids beliebteste Blume? Der Stöbertag war nicht nur für die 70 Drittklässler ein unvergessliches Erlebnis. Auch für die Betriebe und Unternehmen, die sich beteiligt haben, war der Besuch der Kinder eine Bereicherung.

Ziel des Tages ist es seit jeher, dass die Grenzen zwischen den Kleinen und den Großen verschmelzen. Genau das ist gelungen: Die Erwachsenen erhalten eine ganz andere Sicht auf ihre tägliche Arbeit. Dies gilt auch für ST-Redakteur Dirk Grein, der am Donnerstag dreifache Unterstützung erhielt: Die Stöberkinder Jana Biehsmann, Charlotte Hornbruch und Lucy Neumann bildeten das „Reporterinnen- Trio“. Zunächst blätterten sie gemeinsam durch die aktuelle Ausgabe der Heimatzeitung. „Was steht denn alles in der Zeitung?“, wollte Dirk Grein wissen. Blitzschnell antwortete Charlotte: „Das Horoskop.“ Auch die Kreuzworträtsel, die Wetterprognose und die Familienanzeigen stießen bei den Mädchen auf großes Interesse. Und natürlich die vielen Fotos aus aller Welt. „Wie schafft Ihr es denn, an allen Orten gleichzeitig zu sein?“, wollte Lucy wissen. Erstaunt nahm sie zur Kenntnis, dass wir befreundete Redaktionen haben, die Themen aus Amerika, vom Mount Everest und sogar von Weltraumfahrer Alexander Gerst zur Verfügung stellen.

Doch wie sieht die Arbeit eines Redakteurs aus? Das erfuhren unsere ST-Stöberkinder in der Praxis. Gemeinsam wurden drei Stöberstellen besucht. Fragen stellen, Notizen machen, Fotos knipsen – diese drei Aufgaben wechselten reihum. Im Interview fragten unsere Mädels den Gesprächspartnern Löcher in den Bauch – das bereitete allen Beteiligten große Freude. Zum Abschluss ging es in die inoffizielle Herscheider Außenredaktion der Heimatzeitung – die Eisdiele Fattorel. Dort brachten die Stöberreporter ihre Gedanken zu Papier und verfassten ihre ersten Artikel; zur Belohnung gab es für das Trio Eis. Vielen Dank Jana, Charlotte und Lucy, uns vom ST hat der Stöbertag richtig Spaß gemacht – und wir finden, Eure Berichte sind prima geworden.

Von Jana Biehsmann
Fast jeden Tag stehen in der Zeitung Berichte über neue Einbrüche. „Auch bei uns in Herscheid nehmen die Einbruchszahlen zu“, erzählte uns Thomas Beckemeier, Mitarbeiter der Firma Elektro Rieger. Doch wie kann man sich gegen Einbrecher schützen? Eine Möglichkeit ist eine Alarmanlage. „Die Nachfrage ist momentan groß“, erklärte Thomas Beckemeier den Stöberkindern Nicolas und Felix. Sie haben am Donnerstag selbst eine Alarmanlage zusammengebaut. Dazu braucht man viel Technik: einen Bewegungsmelder, eine Sirene, manchmal auch einen Rauchmelder und auf jeden Fall das Gehirn, also den Schaltkasten. Diese Elemente haben die Stöberkinder mit Hilfe von Kabeln miteinander verbunden. Normalerweise dauert es zwei bis drei Tage, bis eine solche Anlage in einem Wohnhaus oder in einer Firma installiert ist. Die Stöberkinder und Thomas Beckemeier haben ihre Anlage in nicht einmal zwei Stunden fertiggestellt – eine super Leistung. Und wer weiß, vielleicht hilft diese Alarmanlage ja dabei, einige Einbrecher aus Herscheid zu vertreiben ...

Von Charlotte Hornbruch
Der Spruch „Blond ist nicht gleich Blond“ liegt voll im Trend. Das haben wir beim Friseur „Här“ erfahren, wo die Stöberkinder Lilly und Nicole gelernt haben, wie man Haare färbt. Dabei hat ihnen die Mitarbeiterin Julia Bremer geholfen, die ihnen viele Tipps gab. Wussten Sie zum Beispiel, dass Haare im Durchschnitt pro Monat um circa einen Zentimeter wachsen? Oder dass die Haare nur deshalb im Alter grau werden, weil der Körper nicht mehr genügend Melanine (Pigmente) produziert? „Der Beruf macht mir viel Spaß, weil es jeden Tag kreative Herausforderungen gibt“, sagte Julia Bremer. Beim Haareschneiden müsse man darauf achten, dass die gewünschte Frisur und deren Farbe auch mit der Kopfform, der Haarform oder der Augenfarbe zusammenpasst. Der Friseurberuf ist also nur etwas für schlaue Köpfchen ...

Von Lucy Neumann
Der Muttertag ist zwar bereits vorbei, dennoch sind im Blumenladen Fröhlich vor allem Rosen sehr gefragt. „Die rote Rose ist bei uns die meist verkaufte Blume. Viele Männer bereiten damit ihren Frauen eine Freude“, erklärte uns Mitarbeiterin Vera Graf. Sie hatte den beiden Stöberkindern Celina und Joanna zunächst die vielen Pflanzen gezeigt. Unter anderem gibt es bei Fröhlichs 21 Schnittblumensorten und viele verschiedene Topfpflanzen. Diese vielen Blumen wachsen natürlich nicht alle in Herscheid: „Zweimal in der Woche bekommen wir Besuch von einem Blumenhändler aus Holland, der mit einem großen Lastwagen nach Herscheid kommt“, berichtete Vera Graf. Diese ganzen Blumen brauchen natürlich viel Wasser, an wärmeren Tagen mehr als bei Regen. Deshalb ist es für die Gärtnerei-Mitarbeiter sogar besser, wenn es mal regnet, dann wird ihnen das Gießen der Blumen ja quasi abgenommen. Die Stöberkinder halfen Vera Graf nicht nur beim Säubern der Blumenvasen und beim Entdornen der Rosen. Celina und Joanna haben auch eigene Blumensträuße gebunden – und die sahen richtig toll aus.

Herscheider Nachrichten, vom 21. Mai 2016

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